Toby erzählt von den Terrassenküchen

Heute hab ich mal wieder mein Frauchen von der Tastatur gedrängt, denn ich muss euch von einem gar merkwürdigen Verhalten der Zweibeiner erzählen. Na gut, natürlich ist ihr Verhalten insgesamt als merkwürdig zu betrachten, doch hier im 2009-10-26 15.16.25speziellen Sinne ist es selbst für einen toleranten Hund wie mich schwer verständlich, auf welch abstruse Ideen diese Zweibeiner so kommen. Völlig normal finde ich es ja, dass alles hinausströmen möchte, wenn es wärmer und sonniger wird, Leute, da mach ich doch gerne mit. Da wird draußen gesessen, gelacht und gespielt, also ich bin dabei. Zwar sind diese Zweibeiner etwas empfindlich, denn ist es nicht warm genug, gehen die noch nicht schwimmen, nun, mich stört das in keiner Weise, hab ich den Fluss so für mich allein, außer ich treffe ein paar Freunde und wir gehen gemeinsam schwimmen. Ganz besonders lustig finden wir Hunde es, wenn wir aus dem Wasser kommen und uns natürlich erst einmal schütteln müssen, na, was glaubt ihr, wir schnell Zweibeiner, so aus dem Stand beiseite springen können, ein herrlicher Spaß. Nun, auch das Spielen kommt nicht zu kurz, wenn es denn wärmer ist, jedenfalls sind die Zweibeiner dann aufgeschlossener und fröhlicher da mitzumachen. Gut, meinem Frauchen muss ich zugute halten, dass sie auch mit mir Ball spielt wenn auf den Wiesen dieser weiße, kalte Pulverbelag drauf ist, doch so ist nicht jeder Zweibeiner drauf. Aber kommen wir zum eigentlichen Thema, die Terrassenküchen. Ein wirkliches Phänomen der Zweibeiner, zumal sie über eine Küche in ihrer Behausung verfügen, in denen sie in fest verschlossenen, kalten Schränken echt leckere Sachen haben, tragen sie Teile ihres Futters auf die Terrasse, dann glüht meistens der männliche Zweibeiner ´nen schwarzen halbrunden Kasten an und schwupps wird das leckere Fleisch auf diesen Kasten gelegt. Das fängt dann an zu brutzeln, erst einmal ganz langsam, doch den Duft, nun, diesen Duft riechst du Kilometerweit. Ja, dann kommen noch ganz viel leckere Sachen auf den Tisch und alles riecht sooooooo köstlich, und als Hund hat man dann so zu tun als wäre nichts, hallo, Zweibeiner, geht’s noch, wisst ihr eigentlich wie empfindlich so eine Hundenase ist? Dann Vom Grillenverspeisen die Zweibeiner, völlig ungerührt unseren Nöten gegenüber, das delikate knusprige Fleisch und freuen sich ganz besonders, dass sie ihre Küche nach draußen verlegen konnten. Doch wenn ihr denkt, die Pein hätte nun ihr Ende, nein, in irgendeinem Garten in der Nähe, und wahrlich ich sage euch, ganz in der Nähe, fangen auf einmal andere an, ihre Küche auf die Terrasse zu verlegen, eine wahre Epidemie des Nachahmungstriebs der Zweibeiner entsteht und so kann es das ganze Wochenende gehen und den lieben langen Sommer. Ich habe das Gefühl, dass jeder Terrassenbesitzer ein Küchenumzieher ist, und wir Hunde sollen dabei ruhig herum liegen, tja, und betteln oder gar heulen ist dann auch noch verboten. Wobei ich anmerken muss, es ist wirklich zum heulen und unsere Hundeherzen schwer sind, besonders schlimm ist es, dass der Geruch so lange in unseren Nasen bleibt. Denn wenn die Zweibeiner schon wieder etwas völlig anderes, oft nicht weniger Leckeres, in ihre Münder schieben, hängt bei uns noch die Erinnerung an die Draußenküchen in den Nasen.

Also, liebe Zweibeiner, wenn es euch mal wieder dazu drängt, einen Küchenumzugstag einzulegen, nun dann denkt bitte auch an uns, eure treuen Begleiter, denn, mir steigen die Tränen in die Augen bei dem Gedanken, vergesst uns nicht, vielleicht hat der eine oder andere ein Tröstleckerli zu hause, das würde zwar die Nasenpein nicht verringern, doch wir wüssten, dass euch bewusst ist, was ihr da, aus unserer Sicht, macht.

Danke … 🙂

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