Frei-heit • Nicht nur am 8. Mai ein wichtiger Begriff …

Freiheit (lateinisch: libertas) wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines handelnden Subjekts.     Doch wie gehen wir mit unserer Freiheit um? Sind wir verantwortungsbewusst genug für dieses hohe Gut?   Zurzeit kämpfen Menschen um ihre Freiheit und werden blutig niedergeschlagen oder verschwinden in Verließen. Und wir, wir nehmen diesen uns geschenkten Wert zwar an, nehmen wir ihn auch dankbar und überlegt an?   Wir können zwischen vielen, vielen Nudelsorten wählen; zwischen Fernsehprogrammen, ja, wir können uns sogar aussuchen, was wir heute essen wollen. Wir dehnen unsere Freiheit wie es uns gefällt, oftmals ohne Rücksicht auf die bekannten Verluste. Wir sagen unsere Meinung, ob sie jemanden kränkt; was soll’s –   wir haben ja die Freiheit. Manche nehmen sich, was sie wollen, andere schlagen zu, wann sie wollen. Perversionen von Freiheit? Ja und nein, denn solche Auswüchse sind auch ein Spiegel für uns und unsere Gesellschaft. Doch anstatt sich mit dem Spiegelbild zu beschäftigen und sich zu fragen, welche Gesellschaft erschaffen wir immer wieder, dass solche Zerrbilder entstehen, werden diese an den Rand gedrängt. Aus den Augen aus dem Sinn, denn solch Verhalten hat ja nichts mit mir zu tun. Eine Auseinandersetzung findet gar nicht erst statt, somit gibt es keine Lösungsansätze. Da sind wir mit unserer Freiheit gut dran, wir schnappen uns unsere Freiheit und engen uns durch Nachdenken nicht ein.  Denn in unserer schnelllebigen Zeit werden die Themen angerissen, (heftig) diskutiert, doch oft ist von nachhaltigem Nachdenken wenig zu merken. Nehmen wir uns hier zu viel Freiheit?   Andererseits bleiben wir ruhig wenn uns Freiheiten in ganz kleinen Stücken beschnitten werden, denn uns wird klar gemacht, dass es nur zu unserem Vorteil wäre. Aufzubegehren hieße die Freiheit zu verteidigen, doch was ist sie uns Wert?  

Heute vor 66 Jahren wurden wir befreit. Befreit von Tyrannei und maschineller Menschenvernichtung. Dieses damalige Staatengebilde musste kapitulieren, um unsere heutige Freiheit zu leben. Wir haben diese Freiheit verinnerlicht und das ist das Beste, was uns passieren konnte. Doch wir müssen dies fragile, dynamische Etwas immer wieder neu definieren, ohne es zu beschädigen und wir sollten es mit Verantwortung füllen, sowohl unserer persönlichen, als auch unserer gesellschaftlichen.  

Den Wert der Freiheit hoch zu schätzen und sie immer wieder neu zu erringen, ist das Vermächtnis, an das dieses Datum, der 8. Mai, uns heute erinnert.  

Wider des Vergessens

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