Ein Freund ♫ ein guter Freund ► das ist das Schönste…

Noch heute ist vielen der Schlager aus den 30iger Jahren im Ohr, der ganze Generationen überdauerte, viele durch die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte begleitete und heute noch eine Existenzberechtigung hat. Nun kann das Thema Freundschaft von vielen Seiten beleuchtet werden, doch heute möchte ich mein Augenmerk auf eine Form der Kameradschaft richten, die uns seit Menschengedenken begleitet, die Freundschaft zu unserem Haustier. Diese Form der Freundschaftsbande hat seine eigene Qualität und auch die Interaktion im Miteinander stellt sich in einer ganz anderen Form der Wertigkeit dar.

Ich will hier gar nicht auf die Domestizierung von Wildtieren zum Nutzen der Menschen eingehen, auch auf die Formen der Züchtung und ihren Ausuferungen ist hier dafür heute kein Platz, wobei auch dieses Thema durchaus einmal nachdenkenswert wäre. Nein, heute will ich mich beschränken auf das Zusammensein von Mensch und Haustier, wobei ich heute auch nur die weit verbreiteten Tierarten in unseren Haushalten im Auge habe, wie Katzen und Hunde. An sich sollte der Mensch im Vorfeld entscheiden, mit welchem Haustier er eine Form der Partnerschaft eingehen will, ob ihn mehr die Eigenständigkeit der Katze anspricht oder die Treue eines Hundes, wobei ich hier nicht behaupten möchte, dass Katzen nicht treu, im Sinne von loyal sind, sie sind halt anders. Wichtig wäre auch, wenn der Mensch bereits im Vorfeld so viel Verantwortungsbewusstsein entwickelt hat, um zu schauen, in wieweit ein Haustier für ihn eine Bereicherung im Leben ist und es nicht zur Last wird. Leider lese ich häufig von Menschen, die sich ein solch lebendiges Wesen ins Haus holen, obwohl dies gar nicht zu ihrer Lebensführung passt. Haustiere, welches auch immer, sollte nicht als Modebeigabe, als Lückenbüßer oder aus falsch verstandener Liebe den Menschen begleiten müssen, nein, es sollte zur Bereicherung beider beitragen. Doch wenn sich der Mensch auf seinen Partner Tier einlässt, dann wird das zur Bereicherung seines Lebens. Die Form der non-verbalen Kommunikation auf eine wirklich gemeinsame Ebene zu bringen, bereichert den Alltag an sich. So wie wir uns bemühen, fremde Sprachen zu erlernen um in Kontakt mit anderen treten zu können, so können wir Menschen auch kätzisch und hündisch erlernen, vielleicht nicht unbedingt in Volkhochschulkursen, sondern eher im ‚learning by doing’. Der beste Lehrmeister ist hier das Haustier selbst und unsere Beobachtungsgabe; denn wenn wir bewusst hinschauen und unserer Intuition einen großen Raum geben, dann können wir erleben, wie unser Haustier mit uns kommuniziert. Das führt uns zu einem vielleicht neuem oder auch nur anderem Bewusstsein von Miteinander, dass sich nicht nur auf unseren felligen Begleiter beschränkt, sondern uns auch im Miteinander mit anderen Menschen stärkt, denn unsere ‚Antennen’ sind ausgefahren und so sensibilisiert, dass wir dies Können auch in anderen Bereichen anwenden können.

Aber wir bekommen auch noch viel mehr. Uns wird eine bedingungslose Liebe entgegengebracht, die ihres gleichen sucht. Wir brauchen keine Statussymbole, müssen weder jung noch dynamisch sein und auch unser Kontostand ist nicht von Interesse, unser vierbeiniger Freund liebt uns so wie wir sind, bedingungslos. Er kann uns die Leere des Alltags nehmen, er kann uns vor Vereinsamung schützen, er kann uns das Gefühl geben, dass wir (noch) gebraucht werden und er kann uns auf Trapp halten. Ganz gleich in welchem Lebensgefüge wir uns befinden, wenn wir uns hier öffnen, können wir nur gewinnen. An uns liegt es nun, den Teil zu tragen, der uns in dieser Partnerschaft obliegt, die Verantwortung, der Hege und Pflege und der art-gerechten Haltung. Wir müssen darauf achten, dass wir unseren felligen Gesellen nicht vermenschlichen, sondern ihm die Freiräume schaffen, die ihm in seinem Sein zustehen. Tragen wir diese Verantwortung im Bewusstsein der Andersartigkeit unseres vierbeinigen Freundes mit Respekt und Achtsamkeit, so füllen wir unseren Teil der Waagschale.

Tja, und wer sich auf das Abenteuer einer solchen Freundschaft einlässt, der kann auch ein Lied davon zu singen, wie zum Beispiel: ♫ ♪ ♫ Ein Freund, ein guter Freund … ♪ ♫ ♪ ♫
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Foto 1: Hund + Katze – Quelle: welt.de · Foto 2: Hund – Quelle: blog-haustiere.de · Foto 3: Katze – Quelle: rundumschule.ch · Foto 4: Hund u. Katze – Quelle: Schicko-bello.ch

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